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Freiwilligenarbeit in Südafrika | Emily blickt zurück auf ihr prägendes Auslandsjahr

Während ihres weltwärts-Freiwilligendienstes in Südafrika berichten unsere Freiwilligen regelmäßig von ihren Erlebnissen und reflektieren ihre Erfahrungen. Bereits nach zehn Monaten hat Emily in ihrem ersten Erfahrungsbericht von ihrem Alltag im Louis Hildebrandt Kinderhuis in Volksrust und ihren Erlebnissen in Südafrika erzählt. Nun, nach ihrer Rückkehr nach Deutschland, blickt sie ein letztes Mal auf ihr Jahr zurück. Sie erzählt, wie sehr diese Zeit sie geprägt hat, was sie über sich selbst gelernt hat und warum Südafrika für sie inzwischen ein zweites Zuhause geworden ist.

Eine Entscheidung, die sich mehr als gelohnt hat

Wenn ich aus meinem heutigen Standpunkt auf mein Jahr in Südafrika zurückblicke, fühlt sich vieles wie ein großer Traum an. Ich glaube, dass ich viel verdrängt habe, welchen Einfluss diese zwölf Monate tatsächlich auf mich hatten. Ganz viele Erlebnisse, die ich erfahren durfte, sind im Nachhinein kaum vorstellbar.

Ohne meine Entscheidung zum Freiwilligendienst vor nun fast zwei Jahren hätte ich zahlreiche Begegnungen, Erfahrungen und persönliche Erkenntnisse nicht sammeln können. Für diese damalige Entscheidung bin ich mit jedem fortschreitenden Tag in Deutschland so dankbar. Meine Zeit im vergangenen Jahr ermöglichte und bedeutet für mich persönlich so viel, dass ich mich noch sehr schwer damit tue, es in Worte zu fassen.

Eine Feststellung, die ich heute habe, ist jedoch: Ich kann mehr bewältigen, als ich mir selbst zutraue. Gleichzeitig wurde mir klar, dass persönliche Entwicklung nicht bedeutet, auf alles eine Antwort zu haben oder jede Schwierigkeit unmittelbar meistern zu können. Vielmehr gehört es dazu, Unsicherheiten zuzulassen, sich auf Veränderungen einzulassen und auch dann weiterzumachen, wenn der Weg nicht ganz so einfach ist.

Wenn aus einem Ort ein zweites Zuhause wird

Eine ähnliche Erkenntnis kann ich aber auch mit meiner Zeit in Südafrika verbinden. Erst mit etwas Abstand erkenne ich, wie wertvoll zahlreiche Begegnungen und viele andere Momente für mich waren. Die Gespräche mit den Kindern, vertraute Gesichter, gemeinsame Lachanfälle, Erlebnisse und unscheinbare Augenblicke, die meinen Alltag über Monate hinweg geprägt haben, gewinnen rückblickend eine andere, neue Bedeutung. Was dort irgendwann zur Normalität geworden war, fehlt mir nun sehr. Erst durch die räumliche Distanz erkenne ich, wie sehr ich mich an das Leben vor Ort gewöhnt hatte und wie viel es mir inzwischen bedeutet.

Mittlerweile wurde mir bewusst, dass sich das Gefühl von Zuhause nicht auf einen einzigen Ort beschränkt. Deutschland ist weiterhin mein Zuhause, doch gleichzeitig habe ich in Südafrika einen weiteren Ort gefunden, mit dem ich diesen Begriff teile.

Es sind die Menschen, die bleiben

Der Abschied aus Südafrika hat mir vor Augen geführt, wie wichtig die Begegnungen innerhalb dieses Jahres für mich geworden sind. Ein Jahr im Ausland besteht schließlich nicht nur aus den Orten, die man besucht, oder den Aufgaben, die man dort erledigt, sondern insbesondere aus den Menschen, die man auf diesem Weg kennenlernt und die einen dadurch begleiten.

Für die Zukunft nehme ich mir deshalb fest vor, den Kontakt zu den Menschen in Südafrika aufrechtzuerhalten und auch wieder zurückzukehren.

Du möchtest auch so prägende Erfahrungen sammeln?

Wenn du mehr über Freiwilligenarbeit in Südafrika erfahren möchtest, informiere dich auf unserer Webseite, lies weitere News und Erfahrungsberichte oder nimm direkt Kontakt zu uns auf. Gemeinsam möchten wir interkulturellen Dialog fördern und jungen Menschen ermöglichen, über sich hinauszuwachsen.
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