Nach einem Jahr Freiwilligendienst in Südafrika sind unsere weltwärts-Freiwilligen wieder zurück in Deutschland. Ganz abgeschlossen ist ihr Auslandsjahr damit aber noch nicht: Bei einem letzten gemeinsamen Rückkehrseminar kommen alle noch einmal zusammen. Dieses Jahr fand das viertägige Seminar im hessischen Korbach statt. Dort trafen sich die Freiwilligen wieder, die während ihres weltwärts-Freiwilligendienstes in ganz unterschiedlichen Projekten in Südafrika gearbeitet und gelebt haben.
Das Rückkehrseminar bietet Raum, um gemeinsam auf das vergangene Jahr zurückzublicken: Was haben wir erlebt? Wie haben wir uns verändert? Und wie geht es weiter, wenn man mit all den neuen Erfahrungen und Gedanken im Kopf wieder in Deutschland lebt?
Ein Jahr Südafrika Revue passieren lassen
Im Mittelpunkt des Seminars stand die gemeinsame Reflexion des Freiwilligendienstes im Ausland. Mit verschiedenen Methoden ließen die Freiwilligen ihr Jahr noch einmal Revue passieren. Bei Traumreisen machten sie sich gedanklich auf den Weg zurück nach Südafrika. In kreativen Flussdiagrammen hielten sie die Höhepunkte, besonderen Begegnungen und Herausforderungen ihres Jahres fest. Außerdem beschäftigten wir uns mit einer Frage, die viele nach ihrer Rückkehr hören: „Wie war’s in Afrika?“ Wie erzählt man von einem ganzen Jahr voller Erlebnisse, Veränderungen und neuer Perspektiven? Und muss man überhaupt immer eine Antwort darauf haben?
Was bleibt von meinem Freiwilligendienst?
Eine zentrale Frage des Rückkehrseminars war: Was bleibt von meinem Freiwilligendienst? Die Freiwilligen blickten auf ihre persönlichen Erfahrungen zurück und begaben sich auf einen „Spaziergang in die Vergangenheit“. Dabei lasen sie Briefe, die sie sich während ihres Jahres selbst geschrieben hatten. Solche Momente können berühren und auch einige Emotionen hervorrufen. Schließlich liegt ein ganzes Jahr voller Erlebnisse, Beziehungen und Veränderungen hinter ihnen.
Passend zum Thema schauten wir an einem Abend den Film „Was bleibt?“, der weltwärts-Freiwillige nach ihrem Auslandsjahr begleitet und dokumentiert, welche Spuren ihr Freiwilligendienst hinterlassen hat. Denn oft wird erst mit etwas Abstand deutlich, was man aus dieser Zeit mitnimmt und was einen vielleicht noch lange begleiten wird.



Wiederankommen in Deutschland: Zwischen Vorfreude und Kulturschock
Die Rückkehr nach Deutschland fühlt sich nicht für alle gleich an. Für manche war sie mit großer Vorfreude auf Familie und Freund*innen verbunden oder mit dem lang ersehnten Besuch beim Lieblingsbäcker. Andere erlebten das Wiederankommen als herausfordernd. Während man äußerlich wieder in Deutschland ist, sind die Gedanken oder das Herz vielleicht noch im südafrikanischen Zuhause. Manchmal entsteht dabei sogar ein umgekehrter Kulturschock: Das Vertraute fühlt sich plötzlich ungewohnt an, und der Alltag in Deutschland muss erst wieder seinen Platz finden.
Gerade deshalb war der gemeinsame Austausch so wertvoll. Die Freiwilligen konnten ihre Gefühle teilen, einander zuhören und merken: Ich bin mit diesen Gedanken nicht allein. Auch das gehört zu einem Freiwilligendienst im Ausland dazu. Die Rückkehr ist ein eigener Schritt, für den man Zeit und Verständnis braucht.
Korbach entdecken und gemeinsam Abschied feiern
Natürlich gab es während der vier Tage auch jede Menge gemeinsame Aktivitäten außerhalb des Seminarraums. Bei einer Schatzsuche erkundeten die Freiwilligen Korbach, besichtigten den mysteriösen Korbacher Dackel und erfuhren mehr über die Korbacher Spalte.
Am letzten Abend wartete ein ganz besonderes Programm: Zwei Moderatorinnen im südafrikanischen Trikot führten Teams durch verschiedene Challenges. Es wurde Wissen abgefragt, Lieder wurden erraten und kreative DSJW-Memes gestaltet. Und bevor es wieder nach Hause ging, gab es beim „warmen Rücken“ noch einmal viele liebe Worte füreinander mit auf den Weg.
Auch wenn der weltwärts-Jahrgang seinen Freiwilligendienst für dieses Jahr abgeschlossen hat, wissen wir: Ein Freiwilligendienst ist nie wirklich vorbei. Die Menschen, die man kennenlernt, bleiben oft noch lange wichtige Weggefährt*innen. Und die Erfahrungen, Erinnerungen und Perspektiven, die man aus einem Jahr in Südafrika mitnimmt, begleiten einen manchmal ein Leben lang.



Du möchtest auch einen Freiwilligendienst machen?
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