Seit neun Monaten lebt Rebecca ihren internationalen Freiwilligendienst im Rahmen von weltwärts in Gqeberha an der südafrikanischen Südküste. Als Volunteer bei Mosaic begleitet sie Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien und unterstützt die Mitarbeitenden in verschiedenen Bereichen des Projekts. Nach nun drei Vierteln ihrer Zeit im Land blickt sie auf eine Zeit voller neuer Erfahrungen, Verantwortung und besonderer Begegnungen zurück.
Zwischen Schulförderung und großen Projekten
Ein wichtiger Bestandteil von Rebeccas Freiwilligenarbeit ist die individuelle Förderung von Kindern und Jugendlichen. Seit Beginn des neuen Schuljahres unterstützt sie mehrere Schülerinnen verschiedener Altersstufen bei ihren Hausaufgaben und beim Lernen. Dabei geht es nicht nur um Mathematik oder andere Schulfächer, sondern oft auch um Sprachförderung. Da viele Kinder zu Hause IsiXhosa sprechen, die Schule jedoch auf Englisch stattfindet, sind zusätzliche Unterstützung und Geduld besonders wichtig.
Neben der Arbeit mit den Kindern war Rebecca in den vergangenen Monaten intensiv in das Musicalprojekt „Unbroken“ eingebunden. Im Bereich Marketing und Organisation half sie bei der Planung, koordinierte Besorgungen und begleitete die Vorbereitungen der Chorkinder für ihre Reise nach Deutschland. Rückblickend beschreibt sie die Mitarbeit als besonders wertvolle Erfahrung: Sie konnte nicht nur praktische Kenntnisse im Marketing sammeln, sondern auch hautnah erleben, wie viel Planung und Teamarbeit hinter einem internationalen Projekt steckt.
Flexibilität, Verantwortung und wertvolle Begegnungen
Der Alltag eines internationalen Freiwilligendienstes verläuft selten nach Plan – und genau das macht ihn so spannend. Neben ihrer festen Arbeit mit den Schülerinnen übernimmt Rebecca regelmäßig spontane Aufgaben: Sie holt Spenden ab, erledigt Einkäufe oder begleitet Sozialarbeiterinnen zu Familienbesuchen.
Gerade diese Vielfalt gibt ihr einen umfassenden Einblick in die Arbeit von Mosaic und die Lebensrealitäten vieler Familien in Südafrika. Dabei lernt sie, flexibel auf neue Situationen zu reagieren und Verantwortung zu übernehmen – wichtige Erfahrungen, die ein Freiwilliges Internationales Jahr (FIJ) auszeichnen.



Gemeinschaft erleben – im Projekt und darüber hinaus
Auch außerhalb ihrer Einsatzstelle hat Rebecca in Südafrika ein zweites Zuhause gefunden. Besonders wichtig sind für sie die Freundschaften, die während ihres Freiwilligendienstes entstanden sind. Regelmäßige Treffen mit ihrer Community Group, gemeinsame Sporteinheiten oder Ausflüge mit Freundinnen und ihrer Mitbewohnerin sorgen für Ausgleich zum oft emotionalen Arbeitsalltag.
Ein besonderes Highlight war außerdem das Zwischenseminar, bei dem sie die anderen weltwärts-Freiwilligen wiedersehen und gemeinsam auf die ersten Monate zurückblicken konnte. Kurz darauf besuchte ihre Cousine sie in Südafrika, wodurch Rebecca ihr nicht nur ihre Einsatzstelle, sondern auch die beeindruckende Region rund um Kapstadt zeigen konnte.
Ein weiterer Höhepunkt folgte im April: Unter dem Motto „Move for Mosaic“ nahm sie am Two Oceans Halbmarathon teil. Nach monatelangem Training lief sie den Spendenlauf gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen und half dabei, fast 25.000 Euro für die Arbeit von Mosaic zu sammeln. Für Rebecca war dies eine besondere Erfahrung, die gezeigt hat, wie viel Engagement und Gemeinschaft bewirken können.
Freiwilligenarbeit mit Wirkung
Auch nach neun Monaten begeistert Rebecca die Vielfalt ihres Freiwilligendienstes in Südafrika. Die Arbeit mit den Kindern, die Mitarbeit an großen Projekten, neue Freundschaften und die vielen Begegnungen vor Ort machen ihre Zeit bei Mosaic zu einer prägenden Erfahrung.
Ihr Bericht zeigt eindrucksvoll, wie vielseitig Freiwilligenarbeit sein kann: Sie eröffnet neue Perspektiven, schafft Verbindungen zwischen Menschen und ermöglicht es, sich aktiv in einer Gemeinschaft einzubringen – genau das, was einen internationalen Freiwilligendienst so besonders macht.
Begleitung durch das DSJW
Das Deutsch-Südafrikanische Jugendwerk (DSJW) begleitet Rebecca während ihrer gesamten Freiwilligenarbeit in Südafrika und legt großen Wert auf Reflexion, Austausch und persönliche Entwicklung.
Interesse?
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